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Fachartikel (Details)

02.05.2007
Interview mit Stphane Etrillard zum Thema Rhetorik

Schon einzelne Wrter knnen Gefhle auslsen: So wird Zufriedenheit meist als etwas Entspanntes wahrgenommen, whrend Begeisterung mit Energie in Verbindung gebracht wird. Begriffe wie Matheklausur oder Zahnarzt lsen dagegen Unbehagen aus. Wenn nun schon allein die Erwhnung einzelner Begriffe Wirkungen in uns auslst, kann man sich leicht vorstellen, wie gro die Wirkung der jeweiligen Gesprchspartner selbst ist. Ihre Persnlichkeit, das gesamte Verhalten im Gesprch und natrlich die Wahl der Worte entscheiden somit ber den Erfolg Ihrer Gesprche. All diese psychologischen Effekte, verbunden mit der Fhigkeit, Gesprche zielgerichtet zum Erfolg zu fhren, vereinen sich im Begriff Rhetorik. Fr ein Interview konnten wir den anerkannten Rhetorik-Experten Stphane Etrillard gewinnen.

Herr Etrillard, Sie sind einer der fhrenden Experten zum Thema Souvernitt und auerdem ein besonders praxisorientierter Experte der modernen Rhetorik. Sie verweisen regelmig darauf, dass beide Themen in wichtigen Bereichen Hand in Hand gehen. Doch ist die Rhetorik nicht eher ein antikes Thema, das heute allenfalls noch fr einige Spezialisten von Bedeutung ist?

Stphane Etrillard: Natrlich ist die Rhetorik, also die Theorie und Praxis des Sprachgebrauchs, schon sehr alt. Und schon in der Antike war es das vornehmliche Ziel der Rhetorik, eine Gemeinsamkeit zwischen den Gesprchspartnern herzustellen. Dahinter stand die Erkenntnis, dass Gesprche allein auf dieser Basis tatschlich etwas in Bewegung setzen knnen. Auerdem hatte die Rhetorik schon frh einen sehr praktischen Hintergrund: Wer damals in Streitfllen zu seinem Recht kommen wollte, musste sein Anliegen vor Gericht persnlich vortragen. Damit waren rhetorisch versierte Redner eindeutig im Vorteil, denn sie konnten ihre Interessen viel erfolgreicher vertreten als andere, die nicht in die Kunst der freien Rede eingeweiht waren. Auch wenn es heute seltener um Reden vor Gericht geht, hat sich hier kaum etwas gendert. Im Gegenteil, selten war der persnliche Erfolg so sehr mit gesprochener Sprache verknpft wie heute.

Im Umkehrschluss wrde das bedeuten, dass ein Mangel an rhetorischen Fhigkeiten ein Handikap fr den persnlichen Werdegang ist. Aber hngt beispielsweise der berufliche Erfolg nicht vielmehr noch von ganz anderen Faktoren ab?

Stphane Etrillard: Zweifellos ist die sprachliche Kunstfertigkeit fr sich allein noch kein Erfolgsgarant. In der Praxis sitzt heute jedoch kein Mensch mehr ganz unabhngig im stillen Kmmerlein, um dort seiner Arbeit nachzugehen. Und sobald andere Menschen ins Spiel kommen, entscheidet die Rhetorik darber, ob Sie ein gutes Blatt auch ausspielen knnen oder nicht. Im Beruf und auch privat geht es unaufhrlich darum, andere Menschen zu berzeugen, sie auf etwas aufmerksam zu machen, sie zu begeistern und mitzureien. Mit verschlossenem Mund oder unberlegten Worten wird dies heute sicher niemandem mehr gelingen.

Bei der Rhetorik geht es also nicht nur um die Wahl der Worte selbst, sondern vielmehr noch um die Wirkung, die wir damit erzielen?

Stphane Etrillard: Genau darum geht es: Vom Verhalten im Gesprch und den rhetorischen Fhigkeiten wird immer unmittelbar auf die entsprechende Person geschlossen. Nicht nur, dass ein guter Redner als intelligent gilt, whrend der weniger versierte das Nachsehen hat die Wirkung der gesamten Persnlichkeit hngt entscheidend vom Kommunikationsverhalten ab. Die wahre Kunst ist es, die eigenen Interessen konsequent zu vertreten und gleichzeitig als ein souverner Gesprchspartner wahrgenommen zu werden, mit dem man sich gerne trifft, um Sachen ins Rollen zu bringen. Ob Sie nun ein guter Rhetoriker und Gesprchspartner sind, hngt damit lngst nicht nur von Ihrer eigenen Wahrnehmung ab entscheidend ist hier die Perspektive Ihres Gegenbers.

Das leuchtet ein. Doch woher kann ich wissen, wie ich im Gesprch auf andere wirke?

Stphane Etrillard: Dafr brauchen Sie vor allem eines: Einfhlungsvermgen. Kommunikation im Allgemeinen und Gesprche im Besonderen knnen berhaupt nur gelingen, wenn wir sehr genau auf unsere jeweiligen Gesprchspartner und Ihre Reaktionen achten. Ein guter Rhetoriker zu sein, heit damit auch, sich aktiv in andere einzufhlen und im Gesprch positive Gefhle zu vermitteln.

Das Wort Rhetorik scheint oft allerdings ganz anders verstanden zu werden. Im Dunstkreis der rhetorischen Spitzfindigkeiten geht es doch immer wieder um Verbalkeulen, um den Sieg in Wortgefechten, um Angriffe und Abwehr, verbale Tiefschlge, Killerphrasen und messerscharfe Argumente. Schon die Begrifflichkeiten verweisen hier eher auf einen Zweikampf als auf ein Miteinander. Hier bleibt doch der Eindruck, dass Rhetorik ein geeignetes Mittel dafr ist, andere verbal zu besiegen.

Stphane Etrillard: Einige, wenn auch lngst nicht alle, der propagierten Methoden sind tatschlich wirksam. Wenn Sie Ihren Gegner verbal erschlagen wollen, knnen Sie das natrlich tun, sofern Ihr Gegenber die entsprechenden Gegenmittel nicht kennt. Die Frage ist dann nur: Wer hat davon einen Nutzen?

Zumindest geht man als Sieger aus einem Rededuell hervor.

Stphane Etrillard: Doch was kommt danach? In der Praxis bringt ein einmaliger Sieg berhaupt nichts. Und in solchen Fllen werden zuknftige Gesprche vermieden oder man rstet sich ebenfalls fr das nchste Wortgefecht. Das Ergebnis ist in allen Fllen destruktiv. Wenn wir miteinander sprechen, wollen wir doch Konflikte vermeiden und nicht provozieren, gemeinsam etwas in Bewegung setzen, anstatt sich zu bekmpfen, und Lsungen finden, statt neue Barrikaden aufzubauen. Hier schliet sich der Kreis, und wir kommen auf die Grundintention der Rhetorik zurck: Gemeinsamkeiten zwischen den Gesprchpartnern herstellen, statt Grenzen zu ziehen oder Grben auszuheben. Auerdem, und auch dieser Effekt ist keineswegs unerheblich, schadet jedes misslungene oder entgleiste Gesprch vor allem dem eigenen Ansehen.

Wieso das?

Stphane Etrillard: Gesprche sind die wohl persnlichste Visitenkarte und tragen damit wesentlich dazu bei, welches Bild man sich von uns macht. Ein gutes, fruchtbares Gesprch ist vor allem, wenn es um schwierige Inhalte geht ein wahrer Glanzpunkt. Jeder Beteiligte wei es zu schtzen, auf einen fairen und souvernen Partner zu treffen. Die Art der Gesprchsfhrung ist damit immer auch eine Frage des persnlichen Niveaus. Und an gelungene Gesprche erinnert sich jeder gerne, insbesondere dann, wenn zum Vorteil aller Beteiligten tatschlich etwas erreicht wurde. Ein souvernes, niveauvolles Auftreten im Gesprch ist damit zugleich exzellente Selbst-PR. Wer sich den Ruf erwirbt, gute und lsungsorientierte Gesprche fhren zu knnen, macht damit diese Fhigkeit zu seinem Markenzeichen. Und das werden viele Menschen zu schtzen wissen.

Doch es gibt eben auch Gesprchspartner, die ihre rhetorischen Kenntnisse dazu einsetzen, kurzfristige Siege zu erzielen. Muss ich mich hier nicht zur Wehr setzen?

Stphane Etrillard: Natrlich, doch auch dafr stehen verschiedene Wege offen. Und der Umgang mit unfairen Gesprchspartnern ist natrlich nicht immer leicht. Doch auf Konfrontation zu setzen, bringt hier nichts. Ein eskalierendes Gesprch, das womglich noch in gegenseitigen Anschuldigungen gipfelt und sich damit immer weiter von der Sache entfernt, kann kaum mehr zu einem guten Ergebnis fhren. In solchen Fllen heit das Mittel der Wahl daher: entlarven. Zeigen und sagen Sie Ihrem unfairen Gesprchspartner, dass Sie ihn durchschauen. Schon damit werden viele dieser Versuche unwirksam. Ihr Ziel bleibt es, alle Manipulationsversuche und unsauberen Techniken zu unterbinden. Springen Sie auf solche Winkelzge einfach nicht an, bringen Sie stattdessen klar und deutlich zur Sprache, dass Sie viel lieber auf einem hheren Niveau miteinander sprechen wollen. Wer zu unfairen Mitteln greift, ist das Gegenteil von souvern, nmlich unsicher und will damit letztlich nur einen Mangel kaschieren. Wer im Gesprch etwas erreichen und mehr als nur heie Luft produzieren will, hat keine Tricks ntig.

Dennoch geht es darum, die eigene Position nicht aus den Augen zu verlieren.

Stphane Etrillard: Genau, und daran ist auch nicht das Geringste auszusetzen. Es ist absolut kein Widerspruch, in der Sache hart, gegenber den Menschen jedoch fair zu bleiben. Auerdem sind Gesprchserfolge weitaus nachhaltiger, wenn wir unsere Gesprchspartner mit wirklich guten Argumenten berzeugen knnen. Im Gesprch wird auf zunchst theoretischer Ebene etwas errtert, was anschlieend in die Praxis umgesetzt wird. Wer wirklich berzeugt wurde, wird sich dann auch nicht gegen die Umsetzung struben. Wer allerdings berredet wurde, wird kein groes Interesse daran haben, die Vereinbarungen mit Elan voranzutreiben.

Herr Etrillard, ich wei, Rhetorik ist ein komplexes Thema und lsst sich nicht auf einzelne Aspekte reduzieren. Darf ich Sie dennoch um einen Tipp fr gelungene Gesprche bitten?

Stphane Etrillard: Gelungene Gesprche entstehen aus dem Zusammenspiel vieler Faktoren. Von ganz besonderer Bedeutung ist es, im Gesprch auf die eigenen Gefhle und auch auf die des Gesprchspartners zu achten. Wer seine Antennen frhzeitig ausfhrt, entwickelt schnell ein Gespr dafr, wo Einigkeit und an welchen Punkten noch Klrungsbedarf besteht. Und wir knnen nur ein Gefhl fr unsere Gesprchspartner entwickeln, wenn wir ihnen tatschlich zuhren. Um es auf den Punkt zu bringen: Viele Gesprche verlaufen allein deswegen ungnstig, weil sich die Beteiligten zu wenig zuhren und glauben, die Antworten bereits zu kennen. Es ist beraus wertvoll fr alle Gesprche, dem Gegenber genau zuzuhren und zu verstehen zu versuchen, was es genau meint und was ihm wichtig ist. Auf dieser Basis werden viele unntige Konflikte und Missverstndnisse von vornherein vermieden und schon damit ist viel erreicht.

Lieber Herr Etrillard, es war mir eine Freude, mit Ihnen zu sprechen. Vielen Dank fr das Gesprch!

© Stphane Etrillard, 2007


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